Beethoven ausverkauft, KI am Werk: Im Maschinenraum der Musik!
Ich besuche das Deutschen Museum Bonn - Forum für Künstliche Intelligenz. Beethoven ist gerade mal wieder „ausverkauft“. Bach, Hayden, Mozart, Schubert und Vivaldi gibt es noch ausreichend als Spieluhren. „Für Elise“ ist vergriffen.
Aber ich bin wegen etwas anderem hier: Mission KI. Da Beethoven in unserem Projekt mit Unterstützung von Künstlischer Intelligenz zu uns „spricht“, möchte ich KI besser verstehen lernen. Schnell wird mir klar, wo KI schon lange „drin“ steckt und dass wir sie (fast) alle täglich nutzen.
Ich entdecke eine Station „AI x Musik“: Hier kann ich einen Komponisten auswählen und soll dem Punkt auf dem Monitor folgen. So könne ich hören, wie die KI „weiterkomponiert“. Das System wurde mit Datensätzen aus der klassischen Musik trainiert. Es komponiert nicht, wie es ein Mensch tun würde: Es versucht herauszufinden, welcher „Baustein“ aus seiner Programmierung am besten als Nächstes in der Komposition verwendet werden sollte.
Von Beethoven stehen zwei Stücke zur Auswahl: Klavier Sonate Nr. 8 und Sinfonie 5. Ich wähle letztere aus, folge dem Punkt … hm, ich glaube, das ist für Musikerinnen und Musiker vermutlich spannender. Ich verliere schnell das Interesse.
Bei den „Montagsmalern“ bin ich ausdauernder und erstaunt, wie schnell die KI viele meiner Zeichnungen am Monitor erkennt, u.a. Traktor und Fahrrad, aber manche auch gar nicht, z.B. eine Leiter, wo ich mir sicher bin, ein Mensch hätte diese nach drei, vier Strichen schon erkannt - definitiv noch ausbaufähig. Fazit: Das Museum ist absolut sehens- und erlebenswert. KI und der Einsatz in den Künsten - ich weiß nicht, wohin das führen wird.
