Vom Geistesblitz zur Bewegung: Wenn eine Vision laufen lernt
Wir sind für drei Tage ins Erzgebirge gefahren zu einem großen Familientreffen. Gestern lachte noch die Sonne auf die tief verschneite Berglandschaft, heute hat starkes Tauwetter eingesetzt. Doch die Kinder lassen sich nicht beirren; sie trotzen dem Matsch mit Schlitten und Po-Rutschern. Ich nutze diese Mittagsruhe für eine stille Rückschau auf unsere begonnene Beethoven-Tour.
Was im letzten Herbst als bloße Idee geboren wurde, nahm Ende Januar mit dem Go-Live unserer Website erste digitale Gestalt an. Seitdem ist viel passiert. Unser Tour-Team wächst stetig, und auch Ludwig van Beethoven selbst scheint sich zu wandeln. Nach anfänglichem Zaudern kommt er langsam im Hier und Jetzt an. Es ist faszinierend zu beobachten, wie er allein Wiener Tagesausflüge unternimmt und sein wiedererstarkter Geist sich in Form von komponierten „Wort-Sinfonien“ Bahn bricht.
Die Resonanz ist bislang gewaltig. Mit dem Dresdner Festival "Palais Sommer" haben wir bereits einen ersten starken Partner für unsere Europatournee 2027 im Boot. Unzählige Telefonate, persönliche Treffen und Videokonferenzen der letzten Wochen zeigen mir: Diese Idee ist längst zu einer Bewegung geworden. Der Tenor ist einstimmig: Es ist eine hochspannende Sache, mit einem lebenden Beethoven auf Reisen zu gehen.
Man darf nun wahrlich gespannt sein, wie es weitergeht. Der nächste große Meilenstein wirft bereits seine Schatten voraus: Unsere Eröffnungspressekonferenz am 26. März – auf den Tag genau ein Jahr vor dem 200. Todestag des Meisters. Die ersten Seiten der Partitur für die Zukunft sind geschrieben, jetzt beginnen wir sie zu spielen.
