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Reisetagebuch
Interviews

Drei Fragen an: Clemens von Ramin

02. April 2026 | Interview

Was verbindet Dich mit Leben und Werk von Ludwig van Beethoven?

Mich verbindet mit Beethoven zunächst etwas sehr Ursprüngliches: die Liebe zur Musik. Und mein Vater. Er war es, der mir diese Welt geöffnet hat – nicht mit großen Worten, sondern durch das gemeinsame Hören und Konzertbesuche. Ich sehe ihn heute noch mit der Partitur auf seinem Schoß sitzend, völlig versunken in die Musik.

Ich erinnere mich, wie ich mit ihm zusammen im Chor Freude schöner Götterfunken gesungen habe. Da war ein ganz besonderes Erleben für mich. Und bis heute berührt mich seine 5. Sinfonie. Dieses Ringen. Dieses Anklopfen des Schicksals. Und zugleich dieser unbeirrbare und starker Wille, weiterzugehen.

Warum gehst Du mit Beethoven und uns auf diese Reise?

Weil es mir Freude macht. Ganz einfach und doch ernst gemeint.

Ich gehe mit, weil ich glaube, dass Ludwig van Beethoven nicht ins Museum gehört. Er gehört unter die Menschen. Gerade auch zu den jungen Leuten. Und ich darf dabei eine Rolle einnehmen, die mir sehr entspricht: als Medium. Als jemand, der seine Stimme gibt. Vielleicht ist es vermessen und gleichzeitig fühlt es sich genau richtig an.

Was reizt Dich an der Tour und welche Erwartungen hast Du persönlich und beruflich?

Mich reizen die Begegnungen. Menschen, die man nicht kennt und die einem plötzlich nahekommen, weil man gemeinsam etwas erlebt.

Ich erwarte keine großen Antworten. Aber ich hoffe auf Momente, die mich wieder ein Stück tragen und mein Leben reicher machen. Beruflich ist es für mich eine wunderbare Form dessen, was ich tue: Menschen erreichen, nicht über Technik, sondern über Resonanz. Und persönlich…
vielleicht ein kleines Stück mehr Verbindung.
Zur Musik. Zu anderen. Und zu mir selbst.