Für Musiker ist Beethoven ein Gott. Doch alle Welt kennt ihn nur missmutig.
Werter Herr Wallburger,
meine Idee ist es, im 21. Jahrhundert eine sympathischere Wahrnehmung von Beethoven auf den Weg zu bringen: Für Musiker ist Beethoven ein Gott, eine unerschöpfliche Inspirationsquelle. Doch alle Welt kennt ihn nur missmutig.
Höchste Zeit für einen Paradigmenwechsel in der kollektiven Wahrnehmung, Zeit für ein sympathischeres visuelles Beethoven-Bild. Von Bonn aus wird es in die Welt verbreitet.
Beethovens Kompositionen sind von großer Bandbreite, Sensibilität und revolutionärer Wirkungskraft. Er war durch und durch Künstler, innovativ, stets an neuen Ideen interessiert, ein Pionier. Er feierte Erfolge, erlebte Höhen, durchlitt Tiefen und Schicksalsschläge, trotzdem gab er nie auf, sondern komponierte Meisterwerke. Natürlich hatte er auch heitere, freudvolle Momente in seinem Leben. Er vertonte auch „Ode an die Freude“, Schillers Gedicht und Vision, dass alle Menschen zu Brüdern werden. Seit 1982 ist es offiziell die Hymne der Europäischen Union und gehört zu den beliebtesten klassischen Stücken überhaupt.
Beste Grüße, Ottmar Hörl
Hinweis: Ottmar Hörls schuf im Jahre 2019 eine vielbeachtete Installation „Ludwig van Beethoven – Ode an die Freude“ auf dem Bonner Münsterplatz zu Füßen des 1845 eingeweihten Beethoven-Denkmals mit insgesamt 1.000 ein Meter großen opal-grünen und goldenen Beethoven-Skulpturen.