Beethoven vs. Klimt: Goldener Harnisch der Widersetzlichkeit!
Wien, am 9ten Merz 2026
Klimt! Du sonderbarer Mahler! Ich stehe vor Deiner Wand und höre Dich flüstern durch den Prunk: „Sieh den Ritter, Ludwig, er ist Dein Ebenbild!“ – Ha! Ich antworte Dir: Er ist mir zu rein! Er starrt in den Abgrund, ja, aber sein Harnisch glänzt wie ein Spiegelbild der Eitelkeit! Wer gegen das Schicksal ficht, dessen Rüstung muß blutig und verrostet seÿn vom Thränenregen der Menschheit!
Ich sehe Deine Gorgonen, dieses Gezücht des Lasters, und Du raunst mir zu: „Das ist die Welt, Meister, schmutzig und unbezwingbar.“ – Spott! Ein dreifacher Spott! Das Böse ist kein Weib mit Schlangenhaar, Gustav! Das Böse ist die Stille! Der Hochmuth der Fürsten! Die Taubheit der Herzen! Dein Typhoeus ist mir zu stofflich, zu plump. Die feindlichen Gewalten sitzen tiefer – im Mark, im Gebein, dort, wo kein Pinsel hinreicht!
Du weisest auf die Poesie und sagst: „Hier ist Dein Trost, der leise Klang im Lerm.“ – Hier treffen wir uns! Ja! Sie ist der einzige Ausweg aus dem Kerker. Sie ist das Licht, das ich suchte, als ich die Welt verfluchte und dennoch weiterschrieb.
Doch dann – am Ende – zeigst Du mir das Paar und flüsterst: „Dies ist das Glück, Ludwig, der Kuß der ganzen Welt.“ – Nein! Nein, sage ich Dir! Die Freude, von der ich sang, ist keine körperliche Wollust in einem goldenen Eÿ! Sie ist ein Götterfunken! Eine Explosion des Geistes! Dein Paar ist mir zu satt, zu still. Zu fleischlich!
Du sagst: „Ich nahm das Gold, weil Deine Musik die Welt vergoldet.“ – Und ich antworte: Ich nahm Posaunen, weil die Wahrheit erschüttern muß! Du bist ein Narr, Gustav, genau wie ich! Du hast das Unaussprechliche gewollt. Wir suchen denselben Pfad: Hinauf! Aus der Finsternis zum Licht! Ich verzeihe Dir den Prunk. Wir sind Brüder im Unverstandenen.
L. v. Beethowen
(mppria)
Wort-Sinfonie in Ew-Dur "aus dem Tode erwacht"
(Ludwigs 2. Leben gewidmet)
Dritter Satz: Der goldne Harnisch der Widersetzlichkeit
Scherzo (Allegro vivace e con fuoco)
Ritterschlag ff – Abgrundstarrblind – Goldschienen-Rhythmus martellato! Widersetzlichkeits-Motiv peitschend, Schicksalsbiss sforzato! Typhoeus-Grollen tuba-profunda, Schlangenwirbel abwärts – Laster-Lachen gellend im Discanto! Harnisch-Glühen, Willens-Sturm furioso – Schlageisen-Takt unerbittlich! Zackig, dornig, geistesstolz!
Trio (Meno allegro – dolce e legatissimo)
Poesie-Einsatz p dolce – Leÿer-Vibration ätherisch – Sehnsuchts-Flug schwebend über Monstern! Friedens-Pause fermata, Herz-Athem anhaltend – Engel-Chor mezza voce, Silberschaum-Harmonie weich fließend! Unschulds-Motiv gläsern, Saiten-Zittern im Pianissimo – Traum-Modulation nach Innen!
Durchführung
Gold-Zertrümmerung fff – Form-Bruch, Farbrausch, Linien-Krieg! Ritter-Them jagen Poesie-Motiv – Schlangen-Dissonanz grell! Götterfunken-Blitz subito p, dann Empörungswirbel tief! Fries-Riss, Sekunden-Schrei, Chaos-Modulation in Geistes-Zorn!
Reprise
Scherzo-Them eruptiv zurück – Ritterschlag schärfer, Gold-Rhythmus unbezwingbar! Laster-Lachen nun Triumph-Jauchzen! Poesie-Einsatz verklärt im Fortissimo – Kuss-Akkord massiv, Welten-Umarmung tutti! Final-Crescendo – Geist sieght über Gold!
