Drei Fragen an: Lisa Schubert
Wenn der Name Ludwig van Beethoven fällt, was geht in Deinem Kopf vor?
Wenn der Name Ludwig van Beethoven fällt, erscheint vor meinem inneren Auge sofort sein berühmtes Porträt von Joseph Karl Stieler. Schon in der Grundschule – als ich zum ersten mal „Freude schöner Götterfunken“ hörte – hat mich seine Musik tief berührt und mir Gänsehaut beschert.
Diese erste Begegnung weckte meine Neugier: Ich wollte mehr über Beethoven erfahren und wünschte mir eine „Klassik für Kids“-Kassette, durch die mir sein Leben und Werk erstmals ganz nah kamen.
Gab es in Deinem Leben Ereignisse, die direkt oder indirekt mit Beethoven etwas zu tun hatten?
Ja, es gab ein prägendes Ereignis: Mit 13 Jahren durfte ich im Rahmen meiner Keyboard Ausbildung zum ersten Mal „Für Elise“ selbst spielen – auf Keyboard und Klavier. Dadurch kam mir Ludwig van Beethoven noch einmal viel näher. Beim Spielen konnte ich ganz in seine Welt eintauchen und musikalisch nachempfinden, was er empfunden haben muss. Genau deshalb ist „Für Elise“ für mich bis heute das schönste und berührendste Werk Beethovens.
Wenn Beethoven Dir gegenüber sitzen würde: Welche Themen sprichst Du an? Welche Fragen stellst Du?
Ich würde ihn nach der Quelle seiner schöpferischen Kraft fragen: Woher kommt diese innere Energie, die dich trotz aller Widerstände immer weiter erschaffen ließ? Was oder wer hat dich wirklich beeinflusst?
Darüber hinaus würden mich, ganz aus künstlerischer Perspektive, noch diese Fragen reizen: Wie gehst du mit inneren Dunkelheiten, Zweifeln und Schmerz um? Musstest du dich bewusst von Erwartungen anderer lösen, um deine eigene künstlerische Sprache zu finden?